Hoyaer ModellKU 4 – Konfirmandenunterricht nach dem ‚Hoyaer Modell‘

Vor 15 Jahren, im Jahr 1997, haben wir in unserer Kirchengemeinde mit dem ‚Hoyaer Modell‘ begonnen – benannt nach der Stadt Hoya an der Weser, in der der damalige Pastor in den 70-er Jahre auf die Idee kam, mit dem Konfirmandenunterricht früher zu beginnen.

 

Hoyaer Modell

Das Modell besagt: der Vorkonfirmandenunterricht findet statt, wenn die Kinder das 4. Schuljahr besuchen. In den folgenden drei Jahren findet jeweils eine obligatorische Freizeit mit Erarbeitung eines Themas statt. Im 8. Schuljahr folgt das zweite Unterrichtsjahr, dann werden die Jugendlichen - wie herkömmlich – mit 14 Jahren konfirmiert, wenn sie auch nach dem Gesetz religionsmündig sind.

Dieses Modell kommt der altersmäßigen Interessenlage sehr entgegen. Mit 9 bzw. 10 Jahren sind die Kinder an religiösen Fragen interessiert. Eine Spezialität dieses Modells ist die Beteiligung von Eltern und die Arbeit in Kleingruppen im ersten Unterrichtsjahr sowie ein erlebnispädagogischer Ansatz. Damit wird berücksichtigt, dass es im Glauben nicht nur um intellektuelles Erfassen, sondern auch um das eigene Leben geht.
Jedes Jahr gilt es, neue Mitarbeiterinnen zu gewinnen, was nicht immer leicht, bisher aber immer gelungen ist. Für die Pastorin bzw. den Pastor besteht die Hauptarbeit in der Vorbereitung für und mit den beteiligten Eltern. Dabei machen wir immer wieder die Erfahrung: Es gibt so viele Gaben in der Gemeinde. Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen ist für mich sehr wertvoll und bereichernd. Schön ist auch, dass man die Kinder schon früh persönlich kennt. Wenn man sich dann zum zweiten Unterrichtsjahr wiedertrifft, kann man viel besser und vertrauensvoller miteinander umgehen.
Pastorin Elfriede Siemens

Hoyaer Modell

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