Kirchenvorstand

Ein Leitungsamt von Ältesten hat das frühe Christentum aus dem Judentum übernommen. Davon zeugt z.B. die Apostelgeschichte (11,30; 15.2.4; 21,18). In manchen Landeskirchen – und z.B. auch in Ungarn - wird noch der Ausdruck „Älteste“ in seiner griechischen Form „Presbyterium“ für das Leitungsgremium der Gemeinde benutzt.
Aufsicht und Organisation sowie die Beurteilung der Lehre und die Kirchenzucht waren Aufgaben der Ältesten. In 1. Petrus 5,1-5 werden die Ältesten ermahnt, nicht zu herrschen, sondern zu dienen und Vorbilder in jeglicher Hinsicht für die Gemeinde zu sein.
Dieses Amt hat sich in der Kirchengeschichte bald verloren. Die Geistlichen hatten allein das Sagen.
In der Reformationszeit wurde durch Luther und andere betont, dass jeder Christ durch Christus mit Gott verbunden ist und diese Verbindung keiner weiteren Mittlerschaft bedarf, dass daher auch die Gläubigen Lehre beurteilen können. Konsequenzen in der Art, dass auch Verantwortung übernommen werden konnte, gab es so schnell nicht.
Es gab allerdings schon im 16. Jahrhundert wieder „Älteste“, allerdings hatten sie unter obrigkeitlicher Kirchenverfassung nicht viel zu entscheiden. Oberhaupt der Kirche war jeweils der politische Machthaber.
Im 19. Jahrhundert gab es dann vermehrt Presbyterien und Synoden, allerdings wurden sie immer noch von der staatlichen Obrigkeit ausgewählt, oder Familienoberhäupter wählten sie. Die Aufgabe in dieser Zeit war vor allem die Vermögensverwaltung.
Erst nach der Trennung von Kirche und Staat 1918, vor allem aber durch die Auseinandersetzungen in der Zeit des sog. Dritten Reiches begannen viele Kirchenvorstände, das Gemeindeleben auch inhaltlich zu gestalten.
Dabei hatte das Regime hier sozusagen den Startschuss gegeben mit angeordneten Kirchenwahlen im August 1933, durch die die Nationalsozialisten versuchten, über die „Deutschen Christen“ Einfluss in den Gemeinden zu bekommen. Dies forderte die entsprechende Gegenbewegung heraus.
Bis 1970 mussten sich dann die Gemeindeglieder, die den Kirchenvorstand wählen wollten, vorher in eine Liste eintragen. Erst seit 42 Jahren gibt es die allgemeinen Wahlen, so wie wir sie kennen.
In den letzten Jahrzehnten sind die Kirchenvorstände mehr und mehr gestärkt worden. Sie leiten zusammen mit dem Pfarramt alle Geschäfte der Gemeinde, vor allem aber haben sie auch inhaltlich mitzureden. Ehrenamtliche Gemeindeglieder können schon lange auch Vorsitzende werden.
Bei einem guten Miteinander können sich im Kirchenvorstand alle von Gott gegebenen Gaben sinnvoll miteinander verbinden.

Aus dem neuen Kirchenvorstand

In der Woche nach der Einführung des neuen Kirchenvorstandes fand die konstituierende Sitzung statt.
Herr Martin Schönfelder hat nach der Kirchengemeindeordnung als ältestes Mitglied die Sitzung bis zur Wahl der Vorsitzenden geleitet.
Zur Vorsitzenden wurde gewählt: Pastorin Elfriede Siemens. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde gewählt: Elisabeth Paul. In beiden Fällen handelt es sich um eine Wiederwahl. Nach der neuen gesetzlichen Regelung gilt diese Wahl für die Hälfte der Amtszeit des Kirchenvorstandes, nämlich für drei Jahre.

Der Kirchenvorstand

Der neue Kirchenvorstand unserer Gemeinde (v.l.): Pastor Klaus Haasis, Dr. Werner Kröger, Beate Butzek, Rita Fahrenkamp, Anja Clausmeyer,
Elisabeth Paul, Jens Fahrmeyer, Pastorin Elfriede Siemens, Martin Schönfelder, Torsten Hissenkämper, Elisabeth Buck und Sandra Lange.
Auf dem Foto fehlt Luise Freifrau von dem Bussche als Vertreterin des Patronats Hünnefeld, die im Gottesdienst am 1. August 2012 für ihr Amt verpflichtet wurde.

Eine entscheidende Aufgabe des Kirchenvorstandes in der nächsten Zeit wird sein, zusammen mit den Nachbargemeinden Barkhausen-Rabber und Lintorf zu planen, wie die Zusammenarbeit aussehen kann, wenn statt der bisher 4 Pfarrstellen nur noch 3 vorhanden sein werden. Das ist ein nicht einfacher Prozess, der Zeit, Einsatz und Hineindenken in die Sicht der anderen erfordert.
Wir wünschen uns, dass wir eine gute Lösung finden. Der Kirchenvorstand ist hoch motiviert, unter Gottes Segen für das Wohl aller Gemeindeglieder zu handeln. Zu gegebener Zeit wird selbstverständlich die Gemeinde ausführlich informiert.

 

Vertreter und Vertreterinnen der Region im

Kirchenkreistag Bramsche.

Für die Region Wittlage-Ost (Kirchengemeinden Bad Essen, Barkhausen-
Rabber und Lintorf) wurden von den Kirchenvorständen dieser Gemeinden folgende Mitglieder in den Kirchenkreistag Bramsche gewählt (in Klammern sind die Stellvertreter und Stellvertreterinnen genannt):

Ordinierte Mitglieder: (Stellvertreter/-innen)
Pastorin Elfriede Siemens, Bad Essen
Pastor Karsten Vehrs, Lintorf (Hinrich Güntge, Lintorf)

Nicht ordinierte Mitglieder: (Stellvertreter/-innen)
Christine Bornemann-Aberle, Bad Essen (Martin Schönfelder, Bad Essen)
Ernst-August Gausmann, Barkhsn.-Rabber (Christina Strübing, Barkhsn.-Rabber)
Brigitte Hüsemann, Lintorf (Thomas Hilgert, Lintorf)
Erna Gottwein-Kohl, Bad Essen (Dr. Werner Kröger, Bad Essen)
Lieselotte Leinker, Lintorf (Kerstin Leinker, Lintorf)
Günter Leopold, Barkhausen-Rabber (Andreas Gerdwilker, Barkhsn.-Rabber)

Insgesamt werden dem neuen Kirchenkreistag Bramsche, der sich am 13.
Februar 2013 in der St. Martin Gemeinde Bramsche konstituierte,
75 Mitglieder angehören, darunter zehn Mitglieder, die vom Kirchenkreisvorstand
Bramsche berufen werden. Weiterhin gehören Superintendent Hentschel
und sein/e erste/r Vertreter/in dem neuen Kirchenkreistag an.

Alter und neuer Kirchenvorstand unterwegs
Bereits vor der Verabschiedung des alten und Einführung des neuen Kirchenvorstandes, nämlich noch zur Spargelzeit haben wir alle zusammen einen Ausflug nach Uchte gemacht. Dort hat unsere Kirchengemeinde Land verpachtet an einen Spargelbauer, bei dem wir eine Hofbesichtigung machen konnten.

Einladung in das Hofcafé zu Kaffee und Kuchen mit Obst aus eigenem AnbauHofbesichtigung

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